Die Jubiläumsgala zum 50jährigen Bestehen

30. April 2016

Jubi20162

50 Jahre TC Blau-Weiß
Monheimer Tennisclub feierte ausgelassen

Am 30. April hatten sich rund 150 Clubmitglieder und Gäste in der sogenannten „Mack-Pyramide“ Am Kieswerk eingefunden, um den runden Geburtstag des Clubs zu feiern. Vorausgegangen war ein Umtrunk im Clubhaus an der Marderstraße am 19. April, dem eigentlichen Gründungstag. Zu der Jubiläumsfeier am letzten Apriltag konnte der 1. Vorsitzende des Clubs, Bernd Lehmann, den Monheimer Bürgermeister Daniel Zimmermann, Vertreter der Tennisverbände, des StadtSportVerband Monheim, der Peter-Ustinov-Gesamtschule, des Baumberger Tennisclubs sowie die Sparkasse Düsseldorf als einer der Sponsoren begrüßen. In seiner Ansprache ging Lehmann nicht nur auf die Situation im eigenen Club ein, sondern auf den Tennissport allgemein und dass er in der Öffentlichkeit weniger Aufmerksamkeit erfährt als noch vor einigen Jahren. Das läge nicht allein am Fehlen von Zugpferden wie Boris Becker und Steffi Graf, sondern auch daran, dass vor allem auf Bundes- und regionaler Ebene mehr Präsens in den Medien und bei der finanziellen Unterstützung dieser Sportart wünschenswert sei, meint Lehmann. Ganz anders sähe es auf lokaler Ebene aus, wo sich der Club beim Bürgermeister ausdrücklich für die gute Unterstützung der Stadt bedankt.
Lobende Worte fand auch Daniel Zimmermann für den Club, den er im November letzten Jahres zusammen mit anderen Vereinen mit dem Gütezeichen für präventiven Kinder- und Jugendschutz der Stadt Monheim auszeichnen konnte. Er würdigte die doppelte Verantwortung, welcher sich der Club stellt: Sport und Sicherheit. Und freut sich darüber, dass der TC BW an diesem Tage nicht nur zurückblickt, sondern auch vorwärts denkt und agiert. Er wünscht sich, dass der Tennissport der Stadt Monheim weiterhin erhalten bleiben möge.
Karl-Heinz Happe als Vertreter der Verbände mutmaßte dazu eine Unterstützung von der Rhein-Kreuzschifffahrt: auf der künftigen Anlegestelle könnten die Passagiere dann auszusteigen und in Monheim ein paar Partien Tennis zu spielen.
Lehmann nahm die Glückwünsche des Verbandes und des Bezirks und der Stadt Monheim dankbar entgegen. Er dankte allen Mitgliedern für die Unterstützung des Clubs früher und jetzt sowie den Ausrichtern der Feier für ihren Einsatz und ihre Kreativität. Er konnte auch ein „doppeltes“ Geburtstagskind ehren: Freygerd Baffy ist seit 1966 Clubmitglied und hatte am 30. April auch ihren eigenen Geburtstag!
Das abwechslungsreiche Abendprogramm im liebevoll und ideenreich geschmückten Festsaal bot Musik und Tanz und beste Unterhaltung durch verschiedene Darbietungen. Eine Tombola lockte mit einer Vielzahl attraktiver Preise. Der Übergang in den Wonnemonat Mai wurde nach guter alter Tradition gesanglich begleitet.
Die Geschichte des Clubs ist ausführlich in einer Festschrift festgehalten, welche allgemein als gut gelungen beurteilt wurde. Mit 50 Jahren ist der TC Blau-Weiß der „dienstälteste“ unter den Monheimer Tennisvereinen, bezogen auf diese Sportart. Treibende Kraft bei der Gründung in 1966 war der Obermedizinalrat Dr. Hugo Ehle, der passionierter Tennisspieler war und schon Erfahrung in der Vereinsführung mitbrachte, als er berufsorientiert von Wermelskirchen nach Monheim zog. Er führte als 1. Vorsitzender den Club durch das erste Jahrzehnt und hinterließ einen konsolidierten Verein auf soliden finanziellen Füßen und eine etablierte Clubgemeinschaft, die auch auf gepflegte Etikette achtete, wie es damals in Tenniskreisen üblich war. Durch sein untadeliges Auftreten gab er selbst das beste Vorbild dafür ab, Leitbild auch für seine Nachfolger, auf dem Platz und in der Gesellschaft.
Seine Nachfolger führten den Aufbau des Clubs erfolgreich fort. In den 70iger Jahren stand die Gestaltung der Anlage sowie die Erweiterung des Clubhauses im Vordergrund, das in bescheidener Form seit 1969 vorhanden war. Die schnell wachsende Zahl der Mitglieder erforderte den Ausbau von vier auf sechs Plätze. Die Befestigung der Gehwege mit Platten und die Bepflanzung der Anlage mit Büschen, Bäumen und Blumen verschafften dem Gelände ein einladendes Aussehen. Mit dem Wuchs der Bäume entwickelte sich später ein parkähnlicher Eindruck, der heute die Benutzer der Anlage erfreut und zum Tennisspielen geradezu einlädt. All das wurde ganz überwiegend unter der Regie von Hans Scheler in Eigenleistung erbracht, der 1977 den Arbeitseinsatz für Clubmitglieder einführte, welcher noch heute Bestand hat.
Bernd Lehmann als mittlerweile Achter in der Reihe der Vorsitzenden führt den Club seit gut zehn Jahren, als Nachfolger von Hanno Struse, der ebenfalls gut zehn Jahre diese besondere Verantwortung wahrnahm. Lehmann wurde mit abnehmendem Mitgliederbestand konfrontiert, bedingt durch eine „kopflastige“ Altersstruktur. In den 70iger und 80iger Jahren gab es eine richtige Eintrittswelle, entfacht durch Boris Becker und Steffi Graf. Diese Generation verabschiedet sich nun zunehmend vom Tennissport aus Altersgründen, während nicht genügend Jüngere „nachwuchsen“. Deswegen wurde die Kinder- und Jugendarbeit so wichtig, und heute stellen Kinder und Jugendliche fast 50% der rd. 200 Mitglieder. Durch die Bildung von Tennis-Arbeitsgemeinschaften mit Schulen und Präsens auf einschlägigen Veranstaltungen wie den Monheimer Stadtfesten und dem Frühlingsfest wirbt der Club um neue Mitglieder. Herabgesetzte Beiträge zum „Schnuppern“ und günstige Tarife für junge Familien mit Kindern sollen den Einstieg in den Club erleichtern. Im Jubiläumsjahr gab es dazu außerdem noch Sondervergünstigungen.
Der Club verfügt mit sechs Plätzen bei 200 Mitgliedern über ein sehr gutes Verhältnis von Spielern zu Plätzen, so dass ganz selten auf einen frei werdenden Platz gewartet werden muss. Im sportlichen Bereich konnte der Club im „Jubiläums“-Jahr für die Medenspiele neun Erwachsenen-Mannschaften und fünf Jugend-Mannschaften melden, ein hervorragendes Verhältnis zur Mitgliederzahl.. Erstmalig dabei auch wieder eine Damen-Mannschaft und eine zweite Herrenmannschaft. Die Nähe zur Stadtmitte erlaubt kurze Anfahrwege für in Monheim Ansässige. Die Club-Gastronomie „LOB“ sorgt für das leibliche Wohl vom Mitglieder und Gästen, denn auch Nicht-Mitglieder werden bewirtet. Das Gesellschaftliche hat bei Blau-Weiß neben dem Tennis immer einen hohen Stellwert besessen, sei es bei Sommer- und Saisonabschlussfesten oder bei „kleinen“ Veranstaltungen wie Grillabenden, Muschelessen, Weinproben, Spaßturniere aus verschiedensten Anlässen oder gemeinsames „Rudelgucken“ bei Europa- oder Weltmeisterschaften im Fußball.
Der Club erfreut sich eines harmonisch arbeitenden Vorstandes, der versucht, mit neuen Ideen das Clubleben und den Tennissport zu beleben. Mit viel Jugend im Rücken blickt man an der Marderstraße Nr. 1 vertrauensvoll und optimistisch in eine „blau-weiße“ Zukunft.


























































von DD+ BL

 

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